Moosgartenverein Rüschlikon Gartenordnung     ( Gemäss Reglement Art. 21, Abs. q der Gemeindeordnung ) 1. Zweck der Moosgärten Die Moosgärten dienen der Erholung und Freizeitgestaltung. Alle Pächterinnen sind deshalb verpflichtet aufeinander Rücksicht zu nehmen und unnötige Immissionen zu vermeiden. 2. Verpachtung gemäss Warteliste 2.1 Prioritäten Das Pflanzland wird in erster Linie an Bewohner der Gemeinde Rüschlikon und erst dann an auswärtige verpachtet. 2.2 Beginn der Pacht / Auflösung Das Pachtverhältnis beginnt mit der Zuteilung der Pachteinheit durch Pachtvertrag und endet mit dem Kalenderjahr. Die Pacht wird in der Regel stillschweigend um ein Jahr erneuert, sofern sie vom Moosgartenverein oder vom Pächterverein nicht 3 Monate vor Jahresende schriftlich aufgelöst wird. 2.3 Unterpacht Eine Weiterverpachtung an Unterpächter oder Unterpächterin ist verboten. 2.4 Nutzung als Nebenverdienst In der Regel ist es untersagt, das Pachtland für Nebenerwerbe zu nutzen. Begründete Ausnahmen bewilligt der Moosgartenverein (ev, der Gemeinderat) auf Gesuch hin. 3. Gartenübergabe Die Parzellen werden in einwandfreiem Zustand, in der Regel abgeräumt und umgestochen übergeben. 4. Abgrenzung Die Parzellen sind einheitlich mit Metall - Nummernpfählen abgesteckt. Diese sind an Ort und Stelle zu belassen, damit die Grenzen jederzeit ersichtlich sind.
5. Zufahrten / Hauptwege 5.1 Schliesspflicht Die Tore der Zufahrten sind abends nach 20 Uhr abzuschliessen. Derjenige Pächter oder diejenige Pächterin, welche(r) das Areal als Letzte(r) verlässt ist für das Ab- schliessen verantwortlich. 5.2 Hauptwege Die Hauptwege zu den Parzellen sind freizuhalten. Sie dürfen mit Autos nur in begründeten Fällen befahren werden (z.B. grössere Materialtransporte). Das Zuführen von Mist ist vom 15.Oktober bis 1. April gestattet. Das längerfristige Ablagern von Mist auf den Hauptwegen ist verboten. 6. Parkplatz im Moosgartenareal Der Parkplatz steht in erster Linie den Moosgartenpächtern zur Verfügung und soweit genügend Platz vorhanden ist, auch deren Besuchern. Die Parkordnung ist einzuhalten. Es ist vorwärts zu parkieren. 7. Toiletten Den Pächterinnen und Besuchern stehen während der Saison die WC-Anlagen bei der Vereinshütte oder beim Sportplatz zur Verfügung. 8. Bauvorschriften 8.1 Baubewilligung Für das Neuaufstellen von Gartenhäuschen ist vorgängig gemäss Bau- und Zonenverordnung (BZO) eine Bewilligung der Baukommission Rüschlikon erforderlich. Pro Pachteinheit darf nur ein Gartenhäuschen aufgestellt werden. 8.2 Abmessungen Die überdachte Fläche von neu erstellten Gartenhäuschen darf 4 x 5 Meter nicht Überschreiten. Die zulässige - Firsthöhe bei Satteldächern beträgt 3,50 m, - höchste Stelle bei Pultdächern beträgt 3,00 m.
9. Übernachtungen  Das regelmässige Übernachten in den Gartenhäuschen ist verboten. 10. Tiere Das artgerechte Halten von Kleintieren in beschränkter Anzahl ist erlaubt, sofern - Nachbarn und Anwohner und Anwohnerinnen dadurch nicht belästigt werden und - die Tiere die eigene Parzelle nicht verlassen können. Hunde sind auf dem ganzen Areal an der Leine zu halten.
11. Gemeinschaftsarbeiten Zur Pflege und zum Unterhalt des Areals werden vom Vereinsvorstand Frondienste angeordnet. Alle Pächterinnen sind verpflichtet im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitzuwirken. 12. Bepflanzung der Gärten 12.1 Anpflanzungen Die Anpflanzungen sind so anzulegen, dass die Sonneneinstrahlung der Nachbarparzellen dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Die Gärten sind zu pflegen und in Ordnung zu halten. 12.2 Lärmimmissionen An Sonn- und Feiertagen sind lärmige Arbeiten zu unterlassen. Die Bestimmungen der kommunalen Polizeiverordnung, insbesondere über Lärmschutz (Abschnitt IV) sind massgebend, soweit sie für die Moosgärten zutreffen. 12.3 Bäume und Sträucher Alle Pächterinnen sind berechtigt auf ihrer Parzelle einen Niederstammbaum zu pflanzen. Bei Parzellen über 3,50 Aren wird ein zweiter Baum bewilligt. Ziersträucher sind nur soweit zugelassen, als Nachbarparzellen nicht beschattet werden. 12.4 Maximale Rasenfläche Das Anlegen einer Rasenfläche im Bereiche des Gartenhäuschens ist erlaubt, sofern diese in der Regel 1/3 des Pachtlandes nicht übersteigt.
12.5 Wasserbezug / Verbot Wassersprenger Leitungswasser ist sparsam einzusetzen. Soweit wie möglich ist Regenwasser zu sammeln und zu verwenden. Wassersprenger dürfen nicht benutzt werden. 12.6 Mottfeuer Mottfeuer sind verboten. ( Gemeinde Polizei - Vorschriften ) 12.7 Kompostierung / Komposthaufen Die Pächterinnen sind verpflichtet im eigenen Garten zu kompostieren und einen Komposthaufen anzulegen. Der Standort des Komposthaufens ist mit den Nachbarn abzusprechen. Erfolgt keine Einigung, entscheidet der Vereinsvorstand. 12.8 Unkraut (Beikraut / Wildkraut) Das Absamen von Unkraut ist zu vermeiden. Verweigern Pächterinnen diesbezügliche Anordnungen der Gartenaufseher, so diese ermächtigt, diese gegen Kostenersatz durchzusetzen. Chemische Unkrautvertilger sind möglichst sparsam einzusetzen und ein Abfliessen auf Nachbarparzellen zu verhindern.
12.9 Schädlingsbekämpfung Die Schädlingsbekämpfung ist Sache der einzelnen Pächter und Pächterinnen. Chemische Spritzmittel sind so sparsam wie möglich einzusetzen. Beim Ausbringen derselben ist darauf zu achten, dass kein Übertrag auf Nachbarparzellen erfolgt. (Verwehen durch Wind ) 13. Abfallbeseitigung 13.1 Mulden und Container / Standort und Oeffnungszeiten Hinter dem Parkplatz stehen je eine gedeckte Mulde für Grüngut und Grubengut, sowie zwei Kehrichtcontainer zu Verfügung. Sie sind vom 1. April bis 31.Oktober in der Regel am Mittwoch und Samstag von 16 - 18 Uhr geöffnet. Abweichungen von diesen Öffnungszeiten werden an den Anschlagbrettern bekanntgegeben. Die Mulden und Container dürfen nur währen diesen Öffnungszeiten benutzt werden. Die Ablagerung von Abfällen jeglicher Art neben diesen Mulden und Containern ist verboten.
13.2 Mulde für Grüngut In diese darf nur nicht kompostierbares Grüngut verbracht werden. Plastiksäcke oder Bindemittel dürfen nicht beigegeben werden. 13.3 Mulde für Grubengut In diese darf nur Grubengut entsorgt werden. Plastiksäcke dürfen nicht beigegeben werden. Als Grubengut gelten: Steine, Steingut, Tonwaren, Holzstücke, Eternit, Papier, Textilien und Plastik. 13.4 Kehricht - Container In diese dürfen nur die offiziellen Gebühren - Abfallsäcke deponiert werden. 13.5 Flaschen Flaschen müssen bei der Glas - Sammelstelle Nidelbad oder Zuhause entsorgt werden. 13.6 Häcksel - Service Die Termine für den von der Gemeinde durchgeführten Häckselservice werden im Rüschliker - Entsorgungskalender, im Jahresprogramm und in der Lokalpresse publiziert. Als Häckselgut zugelassen sind: Sträucher - und Baumschnitte ohne Bindemittel wie Schnüre und Drähte. Der Durchmesser von Ästen darf 10 cm nicht übersteigen. Wurzelstöcke, Bauholz etc. sind nicht zugelassen. Häckselgut darf frühestens eine Woche vor den publizierten Terminen auf dem mit einer Tafel bezeichneten Platz ( in der Nähe der Mulden ) deponiert werden.
14.2 Aufgaben (Diese werden in einem Pflichtenheft festgehalten) Die Gartenordner - kontrollieren regelmässig die Parzellen, - beanstanden mangelhafte Bewirtschaftung der Parzellen und / oder Verstösse   gegen die Gartenordnung und melden das dem Vereinsvorstand, - öffnen und schliessen die Mulden und Container, veranlassen deren Leerung.
14. Kontrollen der Bewirtschaftung 14.1 Kontrollorgane Der Vereinsvorstand bestimmt 2-4 Gartenordner.
14.3 Mahnungen / Auflösung des Pachtverhältnisses Wenn Pächterinnen trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung durch den Vereinsvorstand ihren Garten nicht ordnungsgemäss unterhalten oder weiter gegen die Gartenordnung verstossen, kann der Vereinsvorstand das Pachtverhältnis auflösen unter Beachtung einer Kündigungsfrist von drei Monaten. 15. Abgabe der Pachteinheit bei Vertragsauflösung Bei Beendigung des Pachtverhältnisses ist die Pachteinheit in einwandfreiem Zustand abzugeben. Die Abgabe hat im Beisein eines Vorstandsmitgliedes zu erfolgen. Sind sich bei Abgabe / Übergabe bisherige und neue Pächter über den Verkaufspreis nicht einig, entscheidet der Vereinsvorstand darüber. Wird das Gartenhäuschen durch den/die neue(n) Pächterin nicht übernommen, so muss der/die bisherige Pächterin die Fahrnisbaute auf eigene Kosten abbrechen und von der Pachteinheit entfernen. 16. Änderung der Gartenordnung Allfällige Änderungen sind zwischen dem Moosgartenverein und der Gemeindeverwaltung abzusprechen. 17. Inkraftsetzung der Gartenordnung Diese Gartenordnung tritt auf den 01. Januar 1998 in Kraft und ersetzt das Reglement der Gemeinde Rüschlikon für die Verpachtung des Gemeindelandes im Moos vom 01.01.1991 Rüschlikon, 20. Dezember 1997 Pächterverein Moosgartenareal Rüschlikon Der Präsident: Der Sekretär: A. Assfalk E. Frauenfelder Genehmigung durch die Gemeinde Rüschlikon Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom................. diese Gartenordnung genehmigt. Gemeinde Rüschlikon Liegenschaftenverwaltung Der Finanzvorstand: Der Sekretär: